Fundraising machen wie Sterntaler?

 

Da stand es nun, das kleine Mädchen, und hatte gar nichts mehr. Auf einmal fielen die Sterne vom Himmel und waren lauter blanke Taler. Und ob es gleich sein Hemdlein weggegeben hatte, so hatte es ein neues an, und das war vom allerfeinsten Linnen. Da sammelte es sich die Taler hinein und war reich für sein Lebtag. (Brüder Grimm)

Der Traum vom Geldregen

 

Das blanke Taler vom Himmel regnen, scheint das Wunschbild vieler Verantwortlichen in Kirchengemeinden, sozialen Einrichtungen und vielen Spenden sammelnden Organisationen – zu sein. Dabei sehen die Spendensammler*innen allerdings nur auf das gute Ende dieses Märchens, nicht auf die Vorgeschichte: der Tod der Eltern und die absolute Armut des Mädchens. Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld. Unterwegs gab es das einzige Stück Brot und sein letztes Hemd weg, um anderen Kindern in deren Not zu helfen.

Hier zeigt sich der Unterschied zu vielen Organisationen, die zwar zusätzliche Finanzmittel benötigen, aber (noch) keine existenzbedrohende Not leiden. Auch geht es ihnen vielfach mehr darum, (zusätzliches) Geld von anderen einzunehmen, als die eigenen stillen Reserven einzusetzen. Die Mitglieder der Leitungsgremien sind meist erstaunt, wenn ich sie bitte aufzuschreiben, welchen Betrag sie selbst für ihr eigenes Projekt spenden möchten. Dabei könnten sie viel von Sterntaler und aus der Bibel lernen: Nur wer selbst von Herzen gibt, kann empfangen – bzw. andere um Unterstützung bitten. Denn (nur?) „einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.“ (2. Korinther 9,7)

 

Das würde ich Sterntaler gerne einmal fragen

 

Mit welchem Ziel bist du hinaus ins Feld gegangen? Was war der Impuls, der dich dazu gebracht hat, Brot und Hemd zu geben? Warum hast Du nichts unternommen, um eine Verbesserung deiner Lebensverhältnisse zu erreichen? War es Mitleid oder Gottvertrauen, das dich so selbstlos handeln ließ? Oder handeltest du – unbewusst – nach der Lebensweisheit „Renne nie dem Geld hinterher, wende ihm den Rücken zu, dann wird es dir hinterherrennen.“ (aus dem Jemen)?

Von Spenden sammelnden Organisationen erwarte ich allerdings mehr: eine Be-Gründung für ihren Auftrag und ihr gesellschaftliches Engagement (Mission bzw. Leitbild), die Festlegung eines konkreten Zieles für ihr jeweiliges Projekt, eine Vision für die dadurch zu erreichenden gesellschaftlichen Veränderungen und eine klare Regelung, wer und wofür und mit welchen Kompetenzen für die Planung und Durchführung des Fundraisings verantwortlich ist. Denn unser Geld fällt heute nicht (mehr) vom Himmel, es wächst auch nicht auf Bäumen, sondern muss Taler für Taler durch persönliche Ansprachen und andere geeignete Maßnahmen eingeworben werden.

 

An das Geld anderer Leute kommen

 

Wie oft habe ich schon erlebt, dass die Begeisterung für kreative Aktionen in Enttäuschung und Frust umgeschlagen ist, weil alle – gerade die ehrenamtlich Engagierten – etwas tun wollten, sich aber wegen fehlender eigener zeitlicher Möglichkeiten allzu leicht auf die übrigen verlassen und dadurch bis zum nächsten Treffen der Fundraising-Gruppe niemand etwas gemacht hat. Sterntaler war nur sich selbst verantwortlich, wir müssen heute unsere – zeitlichen, kräftemäßigen, finanziellen und ideellen – Ressourcen abschätzen und einbringen. Deshalb lasst uns „lieber eine Stunde über Geld [im Sinne: unsere Ressourcen] nachdenken, als eine Stunde für Geld [erg. zu] arbeiten.“ (John Davison Rockefeller)

Sterntaler war allein – und hatte trotzdem Glück. Wir können bzw. oftmals müssen heute Kooperationen und Koalitionen bilden, um erfolgreich zu werden. Es beginnt in der eigenen Organisation: Wer unterstützt unser Projekt? Wie können wir über unser Projekt einen Gewinn für das große Ganze erzielen? Und es führt weit darüber hinaus: Wer hat ähnliche bzw. sich ergänzende Interessen? Wen können wir als UnterstützerInnen bzw. SpenderInnen und als Schirmherr*in gewinnen? Sterntaler war allein – und hatte weder Konkurrenz noch Widerstand zu fürchten. Wir müssen uns heute aber auch darauf vorbereiten: Wer wirbt mit ähnlichen Projekten oder Zielen um dieselben SpenderInnen bzw. Geldtöpfe wie wir? Wer könnte etwas und warum gegen uns und/oder unser Projekt haben? „Die größte Kunst ist nicht das Geldverdienen, sondern an das Geld anderer Leute zu kommen.“ (unbekannt)

Sterntaler war allein – Es musste sich niemanden gegenüber verantworten oder Rechenschaft geben. Heute wird gerade in kirchlichen Kreisen noch immer über die Vereinbarkeit bzw. Gewichtung von Geld und Glaube diskutiert. Die Einen begründen es biblisch „Kein Knecht kann zwei Herren dienen. … Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ (Lukas 16,13) und betonen den Glauben. Die Anderen begründen es zweckorientiert „Mit dem Geld dienen oder dem Geld dienen?“ (Manfred Hinrich) und betonen den Nutzen. Das führt manches Mal leider in ausweglose Situationen und lässt darüber das ursprünglich gemeinsam angestrebte Projekt vergessen. Geld ist für mich kein Wert an sich, entscheidend ist seine Verwendung. Daher empfehle ich eine pragmatische Einstellung: „Geld interessiert mich kein bisschen. Aber das, was man damit machen kann.“ (Sarah Razak)

 

Fundraisingberatung und Fördermittelberatung

 

Zu meinen Tätigkeiten als Fundraiser gehören die strategische Beratung und (längerfristige) Begleitung von Kirchengemeinden, sozialen Einrichtungen und gemeinnützigen Organisationen in Norddeutschland, die projektbezogene Recherche von Fördermitteln, die Netzwerkarbeit und Kontaktpflege. Ich kann Fragen stellen, Tipps geben, die eigenen Stärken herausarbeiten und daran mitarbeiten, ein eigenes Konzept zu erstellen und umzusetzen. Ich bin weder Sterntaler und fange die Sterne auf, noch kann ich blanke Taler vom Himmel regnen lassen. Doch ich habe – wie Sterntaler – ein großes Vertrauen: „Geld baut nur den Tunnel. Das Licht an seinem Ende kann man nicht kaufen.“ (Karl-Heinz Karius: WortHupferl-Edition)

So mache ich Fundraising!

Ergänzende Finanzierung

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